Demokratie lebt von Öffentlichkeit. Öffentlichkeit lebt von Vielfalt. Vielfalt braucht Medien.

Zwischenwelten Medienpreis 2026

„Meine Einheit. Deine Einheit. Keine Einheit?

Vielfalt, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Rolle der Medien

Über den Preis

Der Zwischenwelten Medienpreis 2026 wird erstmals ausgeschrieben. Er zeichnet journalistische und mediale Beiträge aus, die sich mit der Frage beschäftigen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und friedliches Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft ausgestaltet sind.

Der Preis versteht sich als Beitrag zur Stärkung der demokratischen Öffentlichkeit. Er würdigt Medienschaffende, die unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen, den gesellschaftlichen Dialog fördern und einen konstruktiven Beitrag zu einer respektvollen Debattenkultur leisten.

Im Mittelpunkt stehen nicht die Unterschiede zwischen Menschen, sondern die Frage, was sie verbindet, welche Chancen und Herausforderungen das Zusammenleben mit sich bringt und welche Rolle Medien dabei spielen, Orientierung, Verständnis und Verständigung zu fördern.

Hintergrund

36 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung stellt sich die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in neuer Form. Deutschland ist vielfältiger geworden. Unterschiedliche Lebenswelten, kulturelle Prägungen, religiöse Überzeugungen, soziale Erfahrungen und politische Sichtweisen prägen die öffentliche Debatte – beginnend mit der Integration Ost-West.

Medien spielen in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Sie informieren, ordnen ein, schaffen Öffentlichkeit und erklären bestimmte Aspekte für relevant, und beeinflussen gleichzeitig die Art und Weise, wie gesellschaftliche Gruppen wahrgenommen werden. Sie können Brücken bauen oder Gräben ausheben, Verständigung fördern oder Polarisierung verstärken.

Der Zwischenwelten Medienpreis möchte Beiträge sichtbar machen, die einen konstruktiven Beitrag zum demokratischen Diskurs leisten und Wege zu einer respektvollen und konstruktiven Gesellschaftsentwicklung aufzeigen.

Wer kann teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind:

  • Journalistinnen und Journalisten
  • Autorinnen und Autoren
  • Bloggerinnen und Blogger
  • Podcasterinnen und Podcaster
  • Filmemacherinnen und Filmemacher
  • Studierende medienbezogener Studiengänge
  • Bürgermedien und Community-Medien
  • Medieninitiativen

Voraussetzung ist ein Bezug zu Berlin – entweder durch den Wohn- bzw. Arbeitsort der Einreichenden oder durch den thematischen Schwerpunkt des Beitrags.

Zugelassene Formate

Eingereicht werden können:

  • Zeitungs- und Magazinbeiträge
  • Online-Artikel
  • Reportagen
  • Interviews
  • Essays
  • Podcasts
  • Video- und Filmbeiträge
  • Multimedia-Produktionen
  • Social-Media-Reportagen und journalistische Formate

Thematische Schwerpunkte

Gesucht werden Beiträge, die sich unter anderem mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was bedeutet Gemeinwohl und wie kann man es stärken?
  • Welche Rolle spielen Medien für demokratische Öffentlichkeit und gesellschaftliche Teilhabe?
  • Wie gelingt demokratische Meinungsbildung und Verständigung?
  • Welche Geschichten stärken Vertrauen, Respekt und Dialog?
  • Wie können Medien Polarisierung entgegenwirken?
  • Welche Perspektiven bleiben im öffentlichen Diskurs häufig unsichtbar?
  • Was heißt „deutschsein“ in einer postmigrantischen Gesellschaft?
  • Was ist meine Vision von Deutschland 2050?

Bewertungskriterien

Die Jury bewertet die Beiträge insbesondere nach folgenden Kriterien:

  • Journalistische Qualität (nach Ruß-Mohl)
  • Originalität und Kreativität
  • Gesellschaftliche Relevanz
  • Perspektivenvielfalt
  • Beitrag zur demokratischen Debatte
  • Förderung von Dialog und Verständigung
  • Handwerkliche Umsetzung

Preise

Der Zwischenwelten Medienpreis 2026 ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert:

2. Preis 1.000 Euro
1. Preis 1.500 Euro
3. Preis 500 Euro

Die Jury kann zusätzlich Anerkennungen oder lobende Erwähnungen aussprechen.

Einreichung

Einreichungszeitraum

Ausschreibungsbeginn

01. Juli 2026

Einsendeschluss

15. September 2026

Zugelassen sind Beiträge, die zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 15. September 2026 veröffentlicht wurden.

So reichen Sie ein

Bitte senden Sie Ihren Beitrag mit einer kurzen Beschreibung (max. 300 Wörter), Ihren Kontaktdaten sowie einem Nachweis des Berlin-Bezugs per E-Mail an:

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Jury

Die Beiträge werden von einer unabhängigen Jury aus den Bereichen Journalismus, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft bewertet. Die Jury besteht aus:

Dominique Hensel

Chefredakteurin Brunnenmagazin

Süleyman Bağ

Projektleiter Zwischenwelten

Prof. Dr. Sabine Schiffer

Leiterin Institut für Medienverantwortung

Iskender Sezek

Exiljournalist

Kerstin Nickig

Dokumentarfilmerin

Bernd Lammel

Fotojournalist

Preisverleihung

3. Oktober 2026 – Tag der Deutschen Einheit

Berlin

Veranstalter

Zwischenwelten – Die Stimme der Vielfalt

Ein interkulturelles Medien-, Kultur- und Bildungsprojekt zur Förderung demokratischer Öffentlichkeit, gesellschaftlicher Teilhabe und des Dialogs in einer vielfältigen Gesellschaft.